Tauchen Sie ein in die prachtvolle Klangwelt des Frühbarock: Heinrich Schütz’ Psalmen Davids, entstanden 1619 in Dresden, markieren einen Wendepunkt in der deutschen Musikgeschichte. Es ist das erste große Werk, in dem die italienische Mehrchörigkeit auf deutschen Boden übertragen wurde – eine Musik, die Raum, Text und Glauben zu einer neuen Einheit verbindet.
Schütz hatte bei Giovanni Gabrieli in Venedig studiert und dort die Kunst des mehrchörigen Musizierens gelernt, bei der Gruppen von Sängern und Instrumentalisten im Raum miteinander dialogisieren. Diese Erfahrung prägte ihn tief. Im Gegensatz zu Johann Sebastian Bach, der eine Generation später mit kontrapunktischer Strenge und innerer Logik arbeitete, suchte Schütz nach unmittelbarem Ausdruck des Wortes, nach Klang, der aus dem Text heraus leuchtet.
Der Berliner Figuralchor lässt dieses eindrucksvolle Werk mit Hingabe und Präzision erklingen.
Lassen Sie sich einladen, dieses außergewöhnliche Klangereignis im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie mitzuerleben und Schütz’ Musik in ihrer ganzen räumlichen Pracht zu entdecken.